Kosten

Local SEO Kosten: was es kostet und woran der Preis hängt

8 Min. Lesezeit von Maxim Kusmenko
Kurz gesagt

Local SEO wird meist als monatliche Betreuung abgerechnet. Der Preis hängt an drei Größen: Wettbewerbsdichte in deiner Stadt und Branche, Umfang (nur Google-Unternehmensprofil oder zusätzlich Website und Inhalte) und Laufzeit. Reine Profiloptimierung liegt deutlich unter einer Vollbetreuung mit Inhalten und technischer Arbeit. Entscheidend für die Beurteilung ist nicht der Monatsbetrag, sondern was er im Verhältnis zum Wert eines gewonnenen Auftrags leistet.

Die üblichen Preismodelle

ModellWie es funktioniertWann sinnvoll
Monatliche BetreuungFestbetrag pro Monat, definierter Leistungsumfang, meist 6–12 Monate Laufzeit.Der Standard. Local SEO ist laufende Arbeit.
Einmalige OptimierungProfil und Website werden einmal aufgearbeitet, danach endet die Zusammenarbeit.In wettbewerbsarmen Märkten, wenn du die laufende Pflege selbst übernimmst.
Projekt plus BetreuungHöherer Betrag im Aufbau, danach niedrigere Pflegepauschale.Wenn viel Grundlagenarbeit nötig ist – Duplikate, Website-Technik, Inhalte.
ErfolgsbasiertZahlung ganz oder teilweise abhängig von erreichten Platzierungen.Klingt attraktiv. Ist selten sauber umsetzbar.

Zur erfolgsbasierten Variante eine ehrliche Einordnung.

Sie scheitert meist an der Messung. Weil das Local Pack für jeden Standpunkt neu sortiert wird, gibt es nicht die eine Position.

Ohne vertraglich festgelegtes Messgebiet, festgelegte Suchbegriffe und ein Messverfahren über verteilte Punkte ist „Platz 1" keine überprüfbare Zusage.

Wer erfolgsbasiert anbietet, ohne diese drei Dinge zu definieren, hat die Bedingungen so gewählt, dass sie sich fast immer erfüllen.

Woran der Preis tatsächlich hängt

Drei Größen erklären fast die gesamte Spanne.

1. Wettbewerbsdichte

Derselbe Betrieb kostet in Düsseldorf mehr als in Krefeld.

Nicht weil Agenturen dort mehr verlangen können. Sondern weil der Aufwand tatsächlich höher ist.

In einem Markt, in dem die Top-5-Profile professionell betreut werden, brauchst du Inhalte, technische Arbeit und eine laufende Bewertungsroutine, um überhaupt in Reichweite zu kommen. In einem Markt, in dem die Wettbewerber ihr Leistungsfeld nie gefüllt haben, reicht sauberes Handwerk am Profil.

Frag deshalb jede Agentur: Wie sieht der Wettbewerb in meiner Kategorie in meiner Stadt aus, und was folgt daraus für den Umfang?

Wer diese Frage nicht mit Blick auf konkrete Wettbewerberprofile beantwortet, hat nicht nachgesehen.

2. Umfang

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Leistungstiefen – welche Arbeit jeweils dahintersteht, ist in unserem Local-SEO-Leitfaden im Detail beschrieben:

  • Nur Google-Unternehmensprofil. Kategorien, Leistungen, Beschreibung, Fotos, Öffnungszeiten, Bewertungsstrategie, Duplikate, Verzeichniseinträge. Deutlich günstiger und in vielen Märkten ausreichend.
  • Profil plus Website. Zusätzlich technische Optimierung, Leistungsseiten, Ortsseiten, Inhalte, strukturierte Daten. Nötig, sobald du gegen ebenfalls gepflegte Profile antrittst.

3. Laufzeit

Kürzere Laufzeiten sind pro Monat teurer. Weil der Aufbauaufwand am Anfang liegt.

Umgekehrt ist eine sehr lange Bindung ohne Ausstiegsmöglichkeit ein Risiko. Zwölf Monate mit klar definiertem Ziel und einer belastbaren Garantie sind ein vernünftiger Rahmen.

Was in welcher Klasse enthalten ist

Ohne Zahlen zu nennen – die hängen zu stark am Einzelfall. Hier die Leistungsstufen, an denen du ein Angebot einordnen kannst:

StufeTypischer InhaltPasst wenn
BasisProfil vollständig aufgearbeitet, Kategorien, Leistungen, Fotos, Duplikate bereinigt, wichtigste Verzeichnisse, Bewertungsstrategie eingeführt.Wettbewerbsarme Kategorie, Profil bisher ungepflegt.
AufbauBasis plus technische Onpage-Arbeit, Leistungsseiten, strukturierte Daten, laufende Betreuung und Berichte.Mittlerer Wettbewerb, Website vorhanden aber schwach.
VollbetreuungAufbau plus Inhalte über die Zeit, Cornerstone-Seiten, Wettbewerbsbeobachtung, laufende Anpassung.Starker Wettbewerb, mehrere Standorte, Wachstumsziel.

Wichtiger als die Stufe ist, dass im Angebot steht, was geliefert wird. Anzahl der Seiten, Umfang der Berichte, Reaktionszeiten.

„Laufende Optimierung" ohne Spezifikation ist keine Leistungsbeschreibung.

Die Rechnung, die zählt

Der Monatsbetrag allein sagt nichts.

Was zählt, ist das Verhältnis zum Auftragswert.

Die Rechnung, die du aufstellen solltest

Nimm deinen durchschnittlichen Auftragswert – oder besser: den Deckungsbeitrag pro Auftrag. Teil den Monatsbetrag dadurch. Das Ergebnis ist die Zahl zusätzlicher Aufträge pro Monat, ab der sich die Maßnahme rechnet.

Für einen Betrieb mit 3.000 Euro Deckungsbeitrag pro Auftrag reicht ein zusätzlicher Auftrag alle zwei Monate. Für einen Betrieb mit 80 Euro pro Auftrag sind es dutzende. Dieselbe Zahl, zwei völlig verschiedene Entscheidungen.

Ergänzend gehört die Kundenlebensdauer dazu. Ein Steuerberater, der einen Mandanten fünf Jahre behält, rechnet anders als ein Betrieb mit Einmalgeschäft.

Und rechne den Vergleich zu bezahlter Werbung mit: Local SEO baut einen Bestand auf, der weiterläuft, wenn die Zahlungen enden. Anzeigen hören in der Sekunde auf, in der das Budget aus ist.

Das macht Local SEO nicht automatisch besser. Aber es macht den direkten Preisvergleich pro Anfrage irreführend.

Warnsignale in Angeboten

  • „Platz 1 garantiert" ohne definiertes Messgebiet und Messverfahren. In einer Stadt, in der das Local Pack für jeden Standpunkt neu sortiert wird, ist das keine überprüfbare Zusage.
  • Preis ohne Blick auf deine Kategorie und deinen Wettbewerb. Wer im Erstgespräch keinen Wettbewerber genannt hat, hat nicht analysiert.
  • Verzeichniseinträge in dreistelliger Zahl als Hauptleistung. Für das Local Pack längst entwertet.
  • Bewertungen als Leistung im Angebot. Gekaufte Bewertungen kosten im Zweifel das Profil.
  • Keine Berichte oder nur Screenshots. Ein Screenshot vom besten Tag ist kein Messwert.
  • Zugänge bleiben bei der Agentur. Profil und Website müssen auf deine Konten laufen. Sonst ist der Ausstieg teuer.

Was eine Garantie wert ist

Eine Platzierungsgarantie ist nur so gut wie ihre Nachprüfbarkeit.

Vier Punkte müssen im Vertrag stehen. Sonst ist sie leer:

  1. Die Suchbegriffe. Konkret benannt. Nicht „relevante Keywords".
  2. Das Gebiet. Ein definierter Bereich. Nicht „die Stadt".
  3. Das Messverfahren. Über verteilte Punkte im Gebiet und über mehrere Tage. Nicht eine Abfrage an einem Ort.
  4. Die Rechtsfolge. Was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Und zwar so, dass es einklagbar ist.

Bei uns steht an dieser Stelle die vollständige Rückzahlung des Honorars nach Vertragsende. Nicht als Werbeaussage. Als Vertragsklausel – mit vorher festgelegten Begriffen, festgelegtem Gebiet und Messung über mehrere Tage in Folge.

Details dazu auf unserer Garantie-Seite.

Häufige Fragen

Warum nennt ihr keine konkreten Preise auf der Website?

Weil der ehrliche Preis von deiner Kategorie, deiner Stadt und deinem Wettbewerb abhängt – und jede Zahl ohne diese Angaben irreführend wäre. Ein Krefelder Betrieb in einer offenen Kategorie zahlt für dasselbe Ziel deutlich weniger als ein Düsseldorfer Anwalt. Den Preis nennen wir im Erstgespräch, nachdem wir deinen Wettbewerb angesehen haben. Und wenn wir die Platzierung für unrealistisch halten, sagen wir das, statt ein Angebot zu machen.

Ist eine kürzere Laufzeit nicht sicherer?

Sie ist flexibler. Aber sie passt schlecht zur Sache. Der Aufwand liegt am Anfang, die Wirkung kommt später – besonders bei Bewertungssignalen und Inhalten, die Google erst einordnen muss. Bei drei Monaten zahlst du den Aufbau und steigst aus, bevor der Ertrag da ist. Sinnvoller als eine kurze Laufzeit ist eine belastbare Garantie über eine längere: Dann trägt die Agentur das Risiko, nicht du.

Können wir das nicht selbst machen?

Die Basisarbeit ja. In wettbewerbsarmen Märkten reicht sie oft. Kategorie prüfen, Leistungen füllen, Öffnungszeiten pflegen, Duplikate melden, Bewertungsroutine einführen – das ist an wenigen Tagen erledigt und in unserem Beitrag zu den Ranking-Hebeln beschrieben. Externe Hilfe lohnt sich, wenn der Wettbewerb professionell betreut wird, wenn Website-Arbeit dazukommt oder wenn niemand im Betrieb die Zeit hat, es laufend zu machen. Die laufende Pflege ist der Teil, der intern am häufigsten einschläft.

Lieber machen lassen als selbst machen?

Wir setzen das für Sie um – mit Platzierungs-Garantie schriftlich im Vertrag.

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