Local SEO wird meist als monatliche Betreuung abgerechnet. Der Preis hängt an drei Größen: Wettbewerbsdichte in deiner Stadt und Branche, Umfang (nur Google-Unternehmensprofil oder zusätzlich Website und Inhalte) und Laufzeit. Reine Profiloptimierung liegt deutlich unter einer Vollbetreuung mit Inhalten und technischer Arbeit. Entscheidend für die Beurteilung ist nicht der Monatsbetrag, sondern was er im Verhältnis zum Wert eines gewonnenen Auftrags leistet.
Die üblichen Preismodelle
| Modell | Wie es funktioniert | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Monatliche Betreuung | Festbetrag pro Monat, definierter Leistungsumfang, meist 6–12 Monate Laufzeit. | Der Standard. Local SEO ist laufende Arbeit. |
| Einmalige Optimierung | Profil und Website werden einmal aufgearbeitet, danach endet die Zusammenarbeit. | In wettbewerbsarmen Märkten, wenn du die laufende Pflege selbst übernimmst. |
| Projekt plus Betreuung | Höherer Betrag im Aufbau, danach niedrigere Pflegepauschale. | Wenn viel Grundlagenarbeit nötig ist – Duplikate, Website-Technik, Inhalte. |
| Erfolgsbasiert | Zahlung ganz oder teilweise abhängig von erreichten Platzierungen. | Klingt attraktiv. Ist selten sauber umsetzbar. |
Zur erfolgsbasierten Variante eine ehrliche Einordnung.
Sie scheitert meist an der Messung. Weil das Local Pack für jeden Standpunkt neu sortiert wird, gibt es nicht die eine Position.
Ohne vertraglich festgelegtes Messgebiet, festgelegte Suchbegriffe und ein Messverfahren über verteilte Punkte ist „Platz 1" keine überprüfbare Zusage.
Wer erfolgsbasiert anbietet, ohne diese drei Dinge zu definieren, hat die Bedingungen so gewählt, dass sie sich fast immer erfüllen.
Woran der Preis tatsächlich hängt
Drei Größen erklären fast die gesamte Spanne.
1. Wettbewerbsdichte
Derselbe Betrieb kostet in Düsseldorf mehr als in Krefeld.
Nicht weil Agenturen dort mehr verlangen können. Sondern weil der Aufwand tatsächlich höher ist.
In einem Markt, in dem die Top-5-Profile professionell betreut werden, brauchst du Inhalte, technische Arbeit und eine laufende Bewertungsroutine, um überhaupt in Reichweite zu kommen. In einem Markt, in dem die Wettbewerber ihr Leistungsfeld nie gefüllt haben, reicht sauberes Handwerk am Profil.
Frag deshalb jede Agentur: Wie sieht der Wettbewerb in meiner Kategorie in meiner Stadt aus, und was folgt daraus für den Umfang?
Wer diese Frage nicht mit Blick auf konkrete Wettbewerberprofile beantwortet, hat nicht nachgesehen.
2. Umfang
Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Leistungstiefen – welche Arbeit jeweils dahintersteht, ist in unserem Local-SEO-Leitfaden im Detail beschrieben:
- Nur Google-Unternehmensprofil. Kategorien, Leistungen, Beschreibung, Fotos, Öffnungszeiten, Bewertungsstrategie, Duplikate, Verzeichniseinträge. Deutlich günstiger und in vielen Märkten ausreichend.
- Profil plus Website. Zusätzlich technische Optimierung, Leistungsseiten, Ortsseiten, Inhalte, strukturierte Daten. Nötig, sobald du gegen ebenfalls gepflegte Profile antrittst.
3. Laufzeit
Kürzere Laufzeiten sind pro Monat teurer. Weil der Aufbauaufwand am Anfang liegt.
Umgekehrt ist eine sehr lange Bindung ohne Ausstiegsmöglichkeit ein Risiko. Zwölf Monate mit klar definiertem Ziel und einer belastbaren Garantie sind ein vernünftiger Rahmen.
Was in welcher Klasse enthalten ist
Ohne Zahlen zu nennen – die hängen zu stark am Einzelfall. Hier die Leistungsstufen, an denen du ein Angebot einordnen kannst:
| Stufe | Typischer Inhalt | Passt wenn |
|---|---|---|
| Basis | Profil vollständig aufgearbeitet, Kategorien, Leistungen, Fotos, Duplikate bereinigt, wichtigste Verzeichnisse, Bewertungsstrategie eingeführt. | Wettbewerbsarme Kategorie, Profil bisher ungepflegt. |
| Aufbau | Basis plus technische Onpage-Arbeit, Leistungsseiten, strukturierte Daten, laufende Betreuung und Berichte. | Mittlerer Wettbewerb, Website vorhanden aber schwach. |
| Vollbetreuung | Aufbau plus Inhalte über die Zeit, Cornerstone-Seiten, Wettbewerbsbeobachtung, laufende Anpassung. | Starker Wettbewerb, mehrere Standorte, Wachstumsziel. |
Wichtiger als die Stufe ist, dass im Angebot steht, was geliefert wird. Anzahl der Seiten, Umfang der Berichte, Reaktionszeiten.
„Laufende Optimierung" ohne Spezifikation ist keine Leistungsbeschreibung.
Die Rechnung, die zählt
Der Monatsbetrag allein sagt nichts.
Was zählt, ist das Verhältnis zum Auftragswert.
Nimm deinen durchschnittlichen Auftragswert – oder besser: den Deckungsbeitrag pro Auftrag. Teil den Monatsbetrag dadurch. Das Ergebnis ist die Zahl zusätzlicher Aufträge pro Monat, ab der sich die Maßnahme rechnet.
Für einen Betrieb mit 3.000 Euro Deckungsbeitrag pro Auftrag reicht ein zusätzlicher Auftrag alle zwei Monate. Für einen Betrieb mit 80 Euro pro Auftrag sind es dutzende. Dieselbe Zahl, zwei völlig verschiedene Entscheidungen.
Ergänzend gehört die Kundenlebensdauer dazu. Ein Steuerberater, der einen Mandanten fünf Jahre behält, rechnet anders als ein Betrieb mit Einmalgeschäft.
Und rechne den Vergleich zu bezahlter Werbung mit: Local SEO baut einen Bestand auf, der weiterläuft, wenn die Zahlungen enden. Anzeigen hören in der Sekunde auf, in der das Budget aus ist.
Das macht Local SEO nicht automatisch besser. Aber es macht den direkten Preisvergleich pro Anfrage irreführend.
Warnsignale in Angeboten
- „Platz 1 garantiert" ohne definiertes Messgebiet und Messverfahren. In einer Stadt, in der das Local Pack für jeden Standpunkt neu sortiert wird, ist das keine überprüfbare Zusage.
- Preis ohne Blick auf deine Kategorie und deinen Wettbewerb. Wer im Erstgespräch keinen Wettbewerber genannt hat, hat nicht analysiert.
- Verzeichniseinträge in dreistelliger Zahl als Hauptleistung. Für das Local Pack längst entwertet.
- Bewertungen als Leistung im Angebot. Gekaufte Bewertungen kosten im Zweifel das Profil.
- Keine Berichte oder nur Screenshots. Ein Screenshot vom besten Tag ist kein Messwert.
- Zugänge bleiben bei der Agentur. Profil und Website müssen auf deine Konten laufen. Sonst ist der Ausstieg teuer.
Was eine Garantie wert ist
Eine Platzierungsgarantie ist nur so gut wie ihre Nachprüfbarkeit.
Vier Punkte müssen im Vertrag stehen. Sonst ist sie leer:
- Die Suchbegriffe. Konkret benannt. Nicht „relevante Keywords".
- Das Gebiet. Ein definierter Bereich. Nicht „die Stadt".
- Das Messverfahren. Über verteilte Punkte im Gebiet und über mehrere Tage. Nicht eine Abfrage an einem Ort.
- Die Rechtsfolge. Was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Und zwar so, dass es einklagbar ist.
Bei uns steht an dieser Stelle die vollständige Rückzahlung des Honorars nach Vertragsende. Nicht als Werbeaussage. Als Vertragsklausel – mit vorher festgelegten Begriffen, festgelegtem Gebiet und Messung über mehrere Tage in Folge.
Details dazu auf unserer Garantie-Seite.


